Medizinische Ernährungsberatung

Übergewicht

Übergewicht (synonym Adipositas) bezeichnet eine über das Normalmaß hinausgehende Erhöhung des Körpergewichts, hervorgerufen durch eine Vermehrung der Körperfettmasse. Übergewicht erlangt einen Krankheitswert, wenn wichtige Organfunktionen beeinträchtigt werden oder/und damit eine erhöhte Morbidität bzw. Mortalität verbunden ist. Eine Erfassung und Klassifizierung erfolgt mittels Anthropometrie bzw. einer Analyse der Körperzusammensetzung.

Für die Klassifizierung von Übergewicht bzw. Adipositas wird der Körpermassenindex (BMI) verwendet. Auf eine altersabhängige Definition des empfohlenen Normalgewichts (BMI 18,5 - 25) sollte nach neueren wissenschaftlichen Erkenntnissen jedoch verzichtet werden, da die Ansicht, dass das Körpergewicht mit der höchsten Lebenserwartung mit dem Alter zunimmt, derzeit verstärkt in Frage gestellt wird.

Eine weitere Einteilung der Adipositas ist nach dem Fettverteilungstyp möglich. Ab einem WHR (waist/hip ratio; Quotient aus Taillen- und Hüftumfang) von 0.85 bei Frauen bzw. 1.0 bei Männern liegt ein abdominales Fettverteilungsmuster vor, welches Stoffwechselerkrankungen und kardio-vaskuläre Komplikationen befördert. Nach neueren wissenschaftlichen Erkenntnissen ist der Taillenumfang alleine jedoch ein noch besseres Maß für intraabdominale Fettdepots mit assoziiertem erhöhtem Gesundheitsrisiko